Vom Wechselkurs profitieren

Seit der Einführung des Euro gibt es nur noch wenige Länder in Europa, die eine eigene Währung haben. Einige Nationen der europäischen Union haben sich damals gegen die Einführung des Euros entschieden. Lange Zeit sah es so aus als ob das ein Fehler gewesen wäre. Der Euro wurde immer stärker und stärker. Individuelle Währungen kamen besonders zu Beginn der letzten Finanzkrise stark unter Druck. Inzwischen ist klar, dass auch die europäische Einheitswährung ins Wanken geraten kann. Die Staatsschulden der Griechen haben den Euro auf Talfahrt geschickt. Auch anderen Euro-Ländern stehen schwere Zeiten bevor.

Kreditkartenmissbrauch Von den Kursschwankungen, die sich über Monate und Jahre hinziehen können, kann man Normalsparer durchaus ordentlich verdienen. Alles was man dazu benötigt ist ein Konto in einem der 11 Nicht-Euro Länder: Bulgarien, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn und Großbritannien. Von dieser Liste streichen wir die Länder, die einen festen Umtauschkurs zum Euro besitzen, da deren Währung analog zum Euro fällt oder steigt. Übrig bleiben Länder wie Großbritannien, Schweden, Polen, Tschechien oder Bulgarien. Ich selbst lebe seit 2 Jahren in Schweden und habe dort mehrere Girokonten eröffnet. Wer nicht im Ausland lebt, kann trotzdem versuchen in einem dieser Länder ein Konto zu eröffnen. Europa wächst immer mehr zusammen. Ausländern aus EU-Ländern werden kaum noch Steine in den Weg gelegt, wenn diese bei einer ausländischen Bank ein Konto eröffnen wollen. Die Banken entscheiden individuell, wem sie ein Konto geben wollen und wem nicht. Ein paar weiterführende Informationen zur Eröffnung eines Girokontos in Schweden könnt ihr hier finden.

Im Endeffekt heißt es jetzt nur noch abwarten und Tee trinken. Ist der Umtauschkurs im einen Land günstig, also deren Währung stark, gilt es die Ersparnisse ins andere Land zu überweisen. Das geht ganz problemlos online per IBAN Überweisung. Mit dem richtigen Sparbetrag und dem richtigen Zeitpunkt lassen sich so einige hundert oder sogar tausende Euro Gewinn einfahren. Bleiben wir beim Schweden-Deutschland Beispiel. Anfang 2009 benötigte ich für einen Hauskauf eine Eigenkapitalleistung von 180.000 SEK (schwedische Kronen). Der Euro war mit der Finanzkrise extrem stark geworden. Für einen Euro gab es damals 11,50 SEK. Glücklicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt alle meine Ersparnisse noch auf einem Tagesgeldkonto bei der 1822direkt in Deutschland. Ich überwies mir rund 15.700 Euro nach Schweden. Heute, reichlich ein Jahr und eine Griechenland Krise später, sind die Karten neu gemischt. Für einen Euro gibt es Datum heute (28.06.2010) nur noch 9,53 SEK. Für die gleiche Summe Eigenkapital müsste ich mir also heute 18.887 Euro aus Deutschland überweisen. Dank günstiger Umstände über 3.000 Euro Ersparnis für mich.

Von Veränderungen der Umtauschkurse verschiedener Währungen zu profitieren, funktioniert also wirklich. Alles was sie dazu benötigen ist ein Girokonto oder Tagesgeldkonto in Deutschland, beispielsweise kostenlos bei der DKB, sowie ein weiteres Konto in einem der oben genannten Nicht-Euro Land. Alles was sie dann noch tun müssen, sind innereuropäische Überweisungen von "rechts nach links".

Photograph: boing / Source: Photocase

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