Großer Schritt Onlinekonto
Der Schritt, weg vom 20 Jahre alten Sparkassen Konto der regionalen Sparkasse, hin zum rein online geführten Girokonto, ist für viele schwerer als man denkt. Besonders die ältere Generation hat Angst davor. Ist das überhaupt alles sicher? Man hört von so vielen Betrugsfällen im Fernsehen. Was mache ich, wenn ich mit der Bedienung nicht klarkomme?
Für meine Mutter ist es nicht leicht, den Adobe Flash Player in Firefox zu installieren. Ich verstehe ihre Ängste davor, ein Onlinekonto richtig zu benutzen. Für jemanden, der noch nie in seinem Leben eine TAN benutzt, sondern alle Bankgeschäfte in der Filiale abgehandelt hat, ist ein Onlinekonto ein großer Schritt. Die Angst davor einen Fehler zu machen der einen das teure Geld kostet, ist allgegenwärtig. Ich selbst habe in den letzten 10 Jahren sehr viele Konten besessen, die komplett online geführt wurden. Es ist bisher nie etwas passiert. Ich habe noch nie Geld durch Betrug oder fehlerhaftes Online Banking verloren. Ich denke es ist sicher ein Onlinekonto zu haben. Folgende Onlinekonten habe ich besessen oder besitze ich noch: Postbank giro Plus, 1822direkt Tagesgeldkonto, American Express Bank Girokonto, Comdirect Girokonto, Santander Consumer Bank GeldManagementKonto und seit einer Woche das DKB Cash von der Deutschen Kreditbank. Lediglich das Postbank giro Plus, ist das Konto das nicht als reines Onlinekonto geführt wird.
Meine Mutter hat nun endlich den Schritt gewagt auf ein Onlinekonto bei Sparkasse umzustellen. Sie hat sich ein HBCI System mit Kartenleser bestellt. Die maximale Sicherheit also. Ich denke auch ohne Kartenleser sind Onlinekonten sicher. Bei Eröffnung des Onlinekontos, werden Zugangsdaten, PIN, Maestro Card und Kreditkarte getrennt voneinander versendet. Dadurch wird verhindert, dass ein Schaden entstehen kann, falls einer dieser Briefe „abgefangen“ wird. Um das Onlinekonto zu benutzen empfehle ich den Browser Firefox. Der übliche Browser Internet Explorer wird öfters verwendet und ist damit ein beliebteres Ziel bei Betrügern, die an ihre Bankdaten gelangen wollen. Meiner Einschätzung nach ist Firefox etwas sicherer als Internet Explorer. Unabhängig vom Browser, ist es wichtig den Internetzugang abzusichern. Sichern sie unbedingt ihren Router! Jeder Router sollte die WLAN Verbindung mit einem WPA2 Passwort schützen. Ändern sie außerdem das voreingestellte Standardpasswort ihres Routers. Viele Onlinekonten geraten dadurch in Gefahr, dass sich Angreifer Zugang zum Computer des Kontoinhabers verschaffen, z.B. über ungesicherte WLAN Verbindungen. Speichern Sie außerdem niemals Kontodaten auf Ihrem Computer! Solche Sachen wie Kontonummer, Zugangspasswort, PIN, TAN's gehören ausschließlich aufgeschrieben auf Papier.
Weitere Probleme im Zusammenhang mit Onlinekonten, werden durch bösartige Emails verursacht. Der Angreifer schickt dem Kontoinhaber dabei eine Email, die so aussieht als würde sie von der Bank stammen. Oft wird der Besitzer des Onlinekontos zu einer Aktion aufgefordert, mit der dann Zugang und Passwort ausspioniert werden sollen. Zwei Faustregeln! Erstens: ihre Bank wird sie bei wichtigen Sachen niemals per Email informieren sondern schriftlich mit einem Brief. Zweitens: es ist okay die Email zu lesen aber NIEMALS irgendwelche Links innerhalb der Email anzuklicken. Löschen Sie solche Emails oder rufen Sie Ihre Bank an.
Mit einer gesunden Portion Vorsicht und Misstrauen, ist ein Onlinekonto eine sichere Sache. Alle Überweisungen können Sie von zuhause aus machen. Die Konditionen von Onlinekonten sind meistens besser als die von Konten der Filialbanken.
Photograph: subwaytree / Source: Photocase